Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Zu den Quellen". Die Pfarrerin der Lutherischen Stadtkirche Wien, Julia Schnizlein, fragt nach moderner Quellenkritik Zurück zu den Wurzeln - zurück zur Quelle: Mit diesem Anspruch veröffentlicht der fromme Augustinermönch Martin Luther am 31. Oktober 1517 95 Thesen. Er will ein Gelehrtengespräch über den Glauben anstoßen. Luther fordert eine Erneuerung, eine Re-Formation der bestehenden Kirche zurück zur Quelle, zum Wort Gottes - und übersetzt die Heilige Schrift aus ihren Originalsprachen ins Deutsche, so dass jeder und jede selbst die Bibel lesen kann. Als ehemalige Journalistin fragt die evangelische Theologin Julia Schnizlein, Pfarrerin der Lutherischen Stadtkirche in Wien, in ihren "Gedanken für den Tag" vor dem Reformationstag nach den Kraft-Quellen in Zeiten einer Pandemie, aber auch nach moderner Quellenkritik und spürt der Frage nach, warum Menschen vor allem in Krisen auf fragwürdige "alternative" Informations-Quellen bauen. Fazit: "Wir dürfen nicht alles glauben, was wir denken".

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Wolfgang Schlag. Lernen von Ludwig. 1794 verlor Ludwig van Beethoven sein fixes Einkommen. Sein Weg zurück aus Wien zur Hofkapelle des Bonner Fürsten war nicht mehr möglich. Die französischen Revolutionstruppen vertrieben selbst den Fürsten. So war Beethoven arbeitslos, auf Stellensuche in Wien und erfand aus dieser Not heraus den Beruf des freischaffenden Komponisten und Musikers. Er gab Konzerte und brachte sich bei musikalischen Wettstreiten ins Gespräch. Er suchte die Nähe der Kritiker und verfolgte die Stadtgespräche. Ganz wie die jungen Musiker/innen und Komponist/innen von heute.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Eine bereichernde Beziehung. Die Biologin Marie-Helene Scheib spricht über Kinder und Haustiere. Teil 3: Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere Gestaltung: Renate Pliem Sie gehen durch dick und dünn miteinander, bringen Vertrauen, Empathie und Verantwortungsgefühl: Wenn Kinder mit Heimtieren aufwachsen, ist das eine große Bereicherung. "Heimtiere" nennt man Tiere, die in einem Haushalt gehalten werden können, wie Hunde, Katzen, Vögel oder Fische. "Wenn ein Kind ein Heimtier will, sollten sich die Erwachsenen klar sein, dass es dennoch vorrangig das Tier der Eltern ist", meint Marie-Scheib. Sie ist Direktorin der Tierpflegeschule an der Vetmeduni Vienna. Die Eltern sollten überlegen: Haben wir Platz, haben wir Zeit und haben wir das Geld für ein Haustier? Doch welches Tier passt zu welchem Kind? Will es einen Hund als "besten Gefährten", mit einer Katze kuscheln oder lieber Reptilien in einem Terrarium oder Fische in einem Aquarium beobachten? Danach sollte sich die Auswahl richten. Und eines sollte man auch bedenken: Die Tiere im Haushalt sind auf "ihre" Menschen angewiesen, es ist Verantwortung ein Leben lang.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Evakuiert, aufgepäppelt, indoktriniert

Die verschiedenen Facetten der Kinderlandverschickungen (3). Gestaltung: Ute Maurnböck Kinder sollten eine Auszeit bekommen: von Krieg, Hunger, Gräuel und Trostlosigkeit. Schon nach dem 1. Weltkrieg gab es Initiativen für Kinderlandverschickungen, vor allem Schweden zeigte sich als großzügiges Gastgeberland. Während des 2. Weltkriegs ermöglichte die sogenannte erweiterte Kinderlandverschickung über zwei Millionen Kindern bzw. auch ganzen Schulklassen des Deutschen Reichs Wochen oder gar Monate bei Gasteltern oder in Gasthäusern zu verbringen. Österreichische Kinder blieben von der Möglichkeit, vor Bomben, Hunger und Mangelerkrankungen bewahrt zu werden, bis 1943 ausgespart. Für die Organisation der "Unterbringungsaktion", ein Euphemismus für den Begriff "Evakuierung", zeichnete die Hitlerjugend verantwortlich. Kinder, die als "asozial" galten, konnten an den Lagern genauso wenig teilnehmen wie solche, die zum Beispiel an Epilepsie litten oder chronische Bettnässer waren. Beim Aufenthalt in den ländlichen Gemeinden standen strenger Gehorsam und Ordnung im Vordergrund. Geländespiele, marschieren und Fahnenappelle gehörten dazu. Viele Kinder kamen auch in Pflegefamilien unter oder wurden bei Verwandten untergebracht. Die meisten Unterlagen zu den Kinderlandverschickungen wurden zu Kriegsende vernichtet, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen schilderten ihren Aufenthalt sehr unterschiedlich: einerseits als glückliche Zeit, die sie unbeschwert mit Gleichaltrigen verbringen konnten, andererseits als eine Zeit des Schreckens, in der sie gehänselt wurden und an Heimweh litten. In den Straßennamen Wiens ist die Kinderhilfe bis heute abzulesen: Die Holland- und die Dänenstraße, der Schwedenplatz und der Schweizergarten erinnern daran. Nach dem 2. Weltkrieg - In den Jahren 1947 bis 1958 - brachte die Caritas 37.000 Kinder zum Aufpäppeln ins europäische Ausland. Da gab es etwa die Spanienkinder, die zu Gastfamilien ins diktatorisch geführte Spanien gebracht wurden oder andere, die in die Schweiz, nach Holland oder Schweden kamen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

Q wie Quitte, R wie Rübe, S wie Spinat (3). Gestaltung: Renate Pliem, Sabrina Adlbrecht *S wie Spinat* 1929 schuf der Cartoon-Zeichner Elzie Crisler Segar die Comic-Figur Popeye, den Seemann. Brauchte der Held Superkräfte, schüttete er sich den Inhalt einer Dose Spinat in den Mund. Der Cartoon ließ den Spinatverkauf in den USA in die Höhe schnellen. Lange hielt sich der Mythos von einem außerordentlich hohen Eisengehalt des "Powerfoods". Doch dies ging vermutlich auf einen Rechenfehler zurück: Man analysierte getrockneten Spinat und rechnete dies auf frischen Spinat um. Für die einen ist Spinat ein unliebsamer Geschmack aus der Kindheit, für andere ein wohlschmeckendes und bekömmliches Blattgemüse. Der Echte Spinat gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und entstand als Kulturform vermutlich in Südwestasien. Die einjährige krautige Pflanze gibt es in etwa 50 Kultursorten. Spinat kann in der ganzen Vegetationsperiode angebaut werden: Junger Frühjahrs- und Sommerspinat hat kleine, zarte und hellgrüne Blätter. Der Herbst- und Winterspinat ist hingegen dunkelgrün und hat große und feste, fleischige Blätter. Frisch ist die Gemüsepflanze nicht lange haltbar, daher gibt es im Handel hauptsächlich Tiefkühlspinat. Dennoch ist das frischgrüne Blattgemüse ein Spitzenreiter unter den Gemüsesorten. Außerdem hat Spinat einen hohen Gehalt an Mineralien, Vitaminen und Eiweiß. Das Land mit der größten Spinatproduktion ist China, wo mehr als 90% der weltweiten Ernte produziert werden. Gestaltung: Renate Pliem

09.45 Uhr
Radiokolleg - Therapeutische Klänge

Musik und Medizin (3). Gestaltung: Katharina Hirschmann Erste schriftliche Zeugnisse, dass sich Musik positiv auf die Gesundheit der Menschen auswirke, findet man im antiken Griechenland. So gab es die Idee des sogenannten "Ethos in der Musik". Bestimmten Tonarten, Rhythmen und Tongeschlechtern wurden Einflüsse auf die menschliche Seele zugeschrieben. In dieser antiken Vorstellung entstanden Krankheiten aufgrund einer Unausgewogenheit der vier Körpersäfte (Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle), deren Mischungsverhältnis harmonisiert werden musste. Wohlklingende Musik sollte dazu ihren Beitrag leisten. Auch setzten sich am Ende des achtzehnten Jahrhunderts viele Pioniere der Psychiatriebewegung für einen humanen Umgang mit psychisch Kranken ein, und plädierten in diesem Zusammenhang auch für die Anwendung von Musik. Konkrete Überlegungen dazu gab es von dem Wiener Arzt Peter Lichtenthal, der in seinen Schriften den Einsatz der Musik bei unterschiedlichen Krankheiten zusammenfasste. Mit dem Arzt und Psychiater Bruno Görgen fand die Musik Einzug in die Wiener Psychiatrie, vornehmlich bei den sogenannten "Gemütskrankheiten" (etwa Depression) und wurde vor allem zur Beschäftigung, Unterhaltung und Zerstreuung von Patienten eingesetzt. Sie sollte aber auch der "Erweichung des Gehirns" (heute würden wir sagen: der Demenz) entgegenwirken. Man erkannte rasch auch die negativen Auswirkungen von Musik auf den Menschen und stellte fest, dass die Musik auf den Patienten abgestimmt werden musste. Der Wirkung von Musik auf den Menschen ist man sich also schon lange bewusst. So wird sie etwa in Form von Musiktherapie und Musikmedizin erfolgreich angewandt. So entsteht einerseits eine Dreierbeziehung zwischen Patienten, Therapeut und Musik, andererseits eine Zweierbeziehung zwischen Patienten und Musik. Die Anwendungsbereiche von musikalischer Therapie sind vielfältig. Sie reichen von physischen bis zu psychischen Erkrankungen. Allen voran werden damit Depressionen und Demenz behandelt. Die Forschung auf diesem Gebiet hat in den letzten zwanzig Jahren einen enormen Aufschwung erlebt, die Wirkung von musikalischer Therapie dementsprechend gut untersucht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Helene Breisach Franz Schubert und das Wanderer-Motiv Sehnsucht und Weltschmerz, Heimweh und Vergänglichkeit - das Motiv der Wanderschaft und sein lyrischer Protagonist, der Wanderer, haben Dichter und Komponisten in der Romantik besonders bewegt. Allen voran Franz Schubert, der sich mit dem Thema in vielen Variationen beschäftigt hat - etwa in "Wanderers Nachtlied", der Vertonung des Goethe-Gedichts, das mit den berühmten Worten beginnt: "Über allen Gipfeln ist Ruh' ..." Einen besonderen Stellenwert in Franz Schuberts Schaffen hat "Der Wanderer" nach einem Gedicht von Georg Philipp Schmidt von Lübeck. Schubert vertonte nicht nur die Worte, sondern verarbeitete Motive seines Liedes später in seiner viersätzigen Wanderer-Fantasie für Klavier solo. Wegen ihrer Virtuosität wurde die Fantasie auch bezeichnet als das Klavierkonzert, das Schubert der Welt schuldig geblieben ist. Franz Liszt holte das Versäumnis später nach und arbeitete die Wanderer-Fantasie zum Klavierkonzert um.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Von Artmann bis Lobe, von Nöstlinger bis Turrini - Kinderliteratur aus Österreich". Gelesen von Pippa Galli, Eva Mayer, Rafael Schuchter und Lukas Watzl Die "Radiogeschichten" für Kinder erschienen ab 24. Oktober auch in der Edition Ö1, erhältlich auf CD und im (kostenpflichtigen) Download

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Von Beethoven bis Davy Vor 20 Jahren haben sie ihr erstes Konzert gespielt. 2020 haben sie - immer noch in gleicher Besetzung - ihre 7. CD herausgebracht. Das Ensemble Amarcord Wien - das sind der Geiger Sebastian Gürtler, der Cellist Michael Williams, der Bassist Gerhard Muthspiel und der Akkordeonist Tommaso Huber. Mit eindeutigen Wurzeln in der Klassik bewegen sich die vier Musiker durch ihren Zugang zur Musik weit darüber hinaus. Ein Grundprinzip ist es, Arrangements gemeinsam zu finden, sie neu zu formen, damit zu spielen und die Musik ohne Scheu zu bearbeiten. Ungebremste Spiellust steht vor Werktreue, transparent, verspielt und improvisatorisch zufällig. Auf der neuen CD stehen Beethoven, aber auch der in Wien lebende Musiker Marcus Davy, Georg Breinschmid und Sebastian Gürtler selbst auf der Spielliste. CD Amarcord Wien, Sebastian Gürtler - Violine, Michelle Williams - Cello, Gerhard Muthspiel - Bass, Tommaso Huber - Akkordeon, Orlando records BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". Beethoven Literatur Dem Liedschaffen Beethovens wird in der Rezeptionsgeschichte nicht wirklich viel Raum zuteil, mit "Fidelio" liegt nur eine Oper vor, und die Anzahl der Oratorien ist ebenfalls überschaubar. Dennoch ist Beethovens künstlerisches Wirken von großer Affinität zur Literatur geprägt bis hin zum sehr persönlichen Bezug zu Johann Wolfgang von Goethe. Schon der junge Beethoven war literarisch "auf der Höhe seiner Zeit". Doch nicht nur der deutschsprachige Kulturkreis hat Beethoven bis zuletzt begleitet. Gestaltung: Gerhard Krammer

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Strauss und Hofmannsthal, die erste: "Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein" Noch zu Lebzeiten auch des Textdichters Hugo von Hofmannsthal, 1929, hielt "Der Rosenkavalier" bei den Salzburger Festspielen Einzug. Die Marschallin von damals, Lotte Lehmann, für ihr Rollenporträt verehrt in extremis, gehört zu den ersten "Rosenkavalier"-Stars, mit denen sich auch komplette Live-Aufnahmen des Werkes erhalten haben. Regelmäßig haben die "Strauss-Städte" München, Wien, Salzburg so zum klingenden "Rosenkavalier"-Erbe beigetragen, aber auch die Metropolitan-Opera kann auf eine imponierende Aufführungsgeschichte verweisen, in der alle "Großen" von Emanuel List über Jarmila Novotná bis Lisa della Casa und Christa Ludwig, zuletzt Renée Fleming und Günther Groissböck, ihre Plätze einnehmen. Unter den "Rosenkavalier"-Dirigenten gibt es noch etliche, die den Komponisten Richard Strauss aktiv erlebt haben: Fritz Busch und Clemens Krauss, George Szell und Karl Böhm, Fritz Reiner und Herbert von Karajan. Auf alle Fälle ist "Der Rosenkavalier" von Strauss und Hofmannsthal - immer anregend: die Lektüre von beider Briefwechsel! - ein Werk, das sich in unzähligen Facetten zu klingendem Leben erwecken lässt, bis hin zum klangseziererischen Ansatz von aus der Zweiten Wiener Schule kommenden Maestri.

15.30 Uhr
Moment

Die Volksschule Gallspach. Eine Reportage aus der oberösterreichischen Provinz. Montag, 7:30 Uhr. Auf einem Tisch in der Aula der Volksschule Gallspach in Oberösterreich hat der Bäcker aus dem Nachbarort seine Semmeln platziert. "Die Lebkuchen mit den Streuseln gehen besonders gut. Das liegt an den bunten Streuseln!", weiß er. Zur gleichen Zeit klopft ein besorgter Vater an die Tür des Direktors. Er möchte darauf hinweisen, dass Autos im Schulbereich nicht schneller als Schritttempo fahren dürfen. Er macht einen Schritt zurück, damit sich zwei Lehrerinnen um den Kopierer streiten können. Kurz vor acht Uhr kehrt plötzlich Ruhe ein. Die Schule beginnt. "Ein ganz normaler Morgen", sagt Direktor Klaus Tolar und holt sich einen Kaffee. Ein neunjähriges Mädchen führt durch die Schule. Sie ist vor drei Jahren von Syrien nach Österreich gekommen und erklärt mit oberösterreichischem Akzent den Schulalltag. Ein Besuch in einer fast ganz normalen Schule. Gestaltung: Kathrin Wimmer Moment - Meisterstück: Ein Mini-Konzertflügel von Holzspielzeugbauer Philip Götz Gestaltung: Jana Wiese

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi präsentiert das Ö1 - Kinderjournal Jeden Donnerstag besucht Rudi seine Kolleginnen und Kollegen in der Journalredaktion und erfährt die neuesten Nachrichten der Woche. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Die UN-Kinderrechtskonvention Teil 2 Gestaltung: Julia Gindl Kinder Sie dürfen ihre Meinung äußern, sich beteiligen, müssen bestmöglich gefördert werden und es gebührt ihnen in vielen Bereichen ein besonderer Schutz. Diese universellen Rechte von Kindern sind in der UN-Kinderrechtskonvention vor 31 Jahren beschlossen worden. Wo außer in Österreich gilt die Kinderrechtskonvention noch? Gibt es Länder, in denen sie nicht gilt? Wer kontrolliert, ob die Kinderrechte eingehalten werden? Wo sind welche Kinderrechte besonders wichtig? Darüber sprechen die Ö1-Kinderunireporterinnen und -Reporter mit der Juristin Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez vom "Netzwerk Kinderrechte".

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Marlene Schnedl. Leckerbissen serviert mit Kontrabass und Stimme Die junge afrofranzösische Kontrabassistin, Vokalistin und Komponistin Sélène Saint-Aimé mit karibischen und westafrikanischen Wurzeln hat vor kurzem ihre von französischen Medien hochgelobte Debütarbeit "Mare Undarum" (Wellenmeer, es befindet sich auf der Vorderseite des Mondes) mit ihrem Sextett vorgelegt. Saint-Aimé studierte bei Jazzgrößen wie dem afroamerikanischen Bassisten Ron Carter und dem Saxofonisten Steve Coleman, der für sein afroamerikanisches Kollektiv M-Base als musikalischer Ideengeber gefeiert wird. Für Sélène Saint-Aimé ist es ein autobiographisches Album geworden; in den Liner Notes des Albums äußert sie sich so: "Ich habe diese Mondkrater mit Momenten in meinem Leben in Verbindung gebracht. Diese Krater sind durch Einschläge passiert, hinterlassen Spuren, so wie tiefgreifende Momente des Lebens. Solche Ereignisse verursachen bei mir Töne, Noten, Schwingungen, Bilder und Worte. "Zudem ist "Selene" eine Mondgöttin in der griechischen Mythologie. Auf die Erde hingegen hat es die französische Sängerin Marie Mifsud mit dem explosiven neuen Album "Récif" (Riff) verschlagen; es verkörpert das Leben in seiner ganzen Pracht, schimmert, macht Spaß und verbreitet vor allem viel positive Energie. Die Musik spiegelt die Poesie der Texte wider und es entsteht ein einzigartiges Universum, das dann doch wieder an den Mond erinnert!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum Ö1- Schwerpunkt Kindheit Zur Geschichte einer Hinwendung mit: Christoph Kühberger, Prof. für Geschichts- und Politikdidaktik, Universität Salzburg Gestaltung: Andreas Wolf "Liebt die Kindheit, fördert ihre Spiele, ihre Freuden, ihr liebenswürdiges Wesen! Wer von euch hat sich nicht manchmal nach dem Alter zurückgesehnt, in dem das Lachen immer um die Lippen spielt und der Friede immer in der Seele wohnt?" Jean-Jacques Rousseau hat in seinem 1762 veröffentlichten Opus magnum "Émile ou de l'éducation" (Dt. "Émile oder über die Erziehung") den Grundstein für die breite Wahrnehmung der Kindheit als Lebensalter mit eigenen Qualitäten und Bedürfnissen gelegt. Erziehung zu einem freien, autonomen Menschen im Erwachsenenalter war für den Philosophen oberste Prämisse. Zwar existierte im Mittelalter ein Bewusstsein für dieses Lebensalter und es wurden Kinder in der Renaissance von Erwachsenen unterschieden, doch brauchte es erst das Zeitalter der Aufklärung, um für Kinder einen individuellen Raum ihrer Entfaltung und die Wertschätzung ihrer Freiheit zu fordern. So wie die Debatten um Kinderschutz und Pädagogik, Gesundheit und Kinderrechte Anfang des 20. Jahrhunderts unter Leitgedanken von Reformpädagoginnen wie Ellen Key entflammten, wurde schließlich an dessen Ende das "Verschwinden der Kindheit" beklagt.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Reportage aus vier US-Bundesstaaten vor der Wahl. Gestaltung: David Kriegleder, Christophe Kohl, Hannelore Veit Die ORF-USA-Korrespondenten waren auf Wahlkampfreise in einem gespaltenen Land unterwegs. Hannelore Veit ist in Maine der Frage nachgegangen, warum es so einsam in der politischen Mitte geworden ist und sich moderate Republikaner in Trumps Partei so schwertun. Christophe Kohl hat in New Orleans/Louisiana die schwer von Corona getroffene schwarze Community besucht. David Kriegleder hat in Portland/ Oregon, der Stadt, in der seit Monaten täglich und oft gewalttätig protestiert wird, eine bewaffnete Bürgermiliz begleitet. Und er hat sich in Arizona unter Latinos umgehört: Der einst durch und durch republikanische Bundesstaat ist - auf Grund der sich ändernden Demografie - zu einem Swing State geworden.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag: mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen oder Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Apollon Musagète Quartett. Piotr Iljitsch Tschaikowsky: Streichquartett Nr.1 D-Dur op. 11 * Franz Schubert: Streichquartett d-Moll D 810, "Der Tod und das Mädchen" (aufgenommen am 15. Juni 2013 im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg im Rahmen der "Schubertiade Schwarzenberg 2013"). Präsentation: Stephanie Maderthaner

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Der Schrei des leidenden Menschen" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit dem katholischen Theologen Johann Baptist Metz (Erstausstrahlung am 15. Februar 2007) Was haben christliche Theologie und die pluralistischen Gesellschaften einer globalisierten Welt noch miteinander zu tun? In welchem Maße darf und muss Theologie politisch sein, sich in den Diskurs der Gesellschaft einbringen? Diese Fragen sind nicht erst seit der Politisierung der Religion durch Fanatiker "hüben wie drüben" - durch christliche Fundamentalisten und muslimische Kämpfer des "Heiligen Krieges" - brandaktuell. Als der katholische Theologe Johann Baptist Metz im August 1928 in der Oberpfalz geboren wurde, fragte man zwar schon nach dem Sinn von Religion und Kirche, aber beide waren noch feste Bestandteile der Gesellschaft. Dann kam der Nationalsozialismus, der Teile der deutschen Kirchen für seine nationalen Ansprüche instrumentalisieren konnte. Nach dem Krieg mussten sich die Kirchen als gesellschaftliche Größen neu aufstellen - und man vermied wie ein gebranntes Kind jede Nähe zur Politik. Bis der junge Theologe Metz, gemeinsam mit anderen, die Frage stellte, wie eine christliche Theologie nach Auschwitz überhaupt noch aussehen könnte. Metz gilt als einer der Begründer der "politischen Theologie", deren Überzeugung es war und ist, dass ihre Aufgabe darin liegt, die Voraussetzungen der Politik einer theologischen Reflexion und Kritik zu unterziehen. Fragen wie "Was ist der Wert des Menschen?" oder "Was macht die Freiheit des Menschen aus?" stehen oft genug im scharfen Kontrast zu dem nicht-religiös fundierten gesellschaftlichen Diskurs. Mit seinem 2009 erschienen Buch "memoria passionis" wollte Metz, der als einer der bedeutendsten Theologen nach dem 2. Vatikanischen Konzil galt, an das provozierende Gedächtnis des Christentums in einer pluralistischen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts erinnern: An den Schrei der leidenden Menschen.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Evakuiert, aufgepäppelt, indoktriniert. Die verschiedenen Facetten der Kinderlandverschickungen (3). Gestaltung: Ute Maurböck Das ABC der Speisepflanzen. Q wie Quitte, R wie Rübe, S wie Spinat (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht, Renate Pliem Therapeutische Klänge. Musik und Medizin (3) Gestaltung: Katharina Hirschmann

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

musikprotokoll 2020. Intime Klangmeditation über den Tod von Jakob Kirkegaard In "Opus Mors" nähert sich der dänische Klangkünstler behutsam dem Schlusspunkt des Lebens - dem Tod. Kirkegaard porträtiert vier Klangumgebungen, von denen der menschliche Körper üblicherweise post mortem umgeben ist: ein Leichenschauhaus, eine Autopsie, eine Feuerbestattung und der Verwesungsprozess. Die damit verbundenen Klangereignisse, die man am eigenen Körper nie spüren wird, sind im doppelten Sinne verborgen. Einerseits sind die Orte nicht öffentlich zugänglich. Anderseits ist explizites Wissen um das, was nach dem Tod mit dem Körper geschieht, ein oft gemiedenes beziehungsweise tabuisiertes Thema. Das Werk ist eine eindringliche und intime Klangmeditation, die uns in diese vier Todesräume versetzt. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten